Wer erfindet die Computermythen? Der Fortschritt in den großen Irrtum

Weizenbaum, Joseph

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Artikelnummer: 00039Weizenbaum/NN Kategorie: Schlüsselworte: , ,

„Spart der Computer wirklich Zeit? Dient er dem Menschen und macht das Leben leichter? Joseph Weizenbaum, weltberühmter Infor­matiker und prominentester Computerkritiker, blickt hinter die Ku­lissen. Er sagt, wo die „Computermythen“ zu Lügen werden. Er informiert und zeigt, wie sehr der Computer unser Leben und unser Denken bestimmt. Was steckt hinter der sogenannten „virtuellen Realität“? Was bedeutet „künstliche Intelligenz“? Wie werden Er­kenntnisse der Computerwissenschaft für die Rüstung eingesetzt? Weizenbaums Analysen sind präzis und provokativ. Denn sie zeigen: Wir alle sind mitbeteiligt daran, wie unsere Gesellschaft aussieht, welche Prioritäten sie setzt— auch wenn wir es manchmal nicht wis­sen wollen. Die Computertechnik ist ein Symptom unserer Gesell­schaft. Weizenbaum rät zur Skepsis, die produktiv wird und die dazu führt, eine menschlichere Welt zu gestalten. Eine Welt, die nicht auf­geteilt ist in binäre Systeme, in Entweder-oder-Schemata, sondern in der Verschiedenheiten sich entfalten können, in der der Menschlich­keit der wirklichen Begegnung und dem wirklich moralischen Verhal­ten Raum gegeben wird. Denn wir alle können etwas tun, jede und jeder einzelne kann sich entscheiden, das Tun und das eigene Sein verbinden. Das Buch für alle, die den Computer nicht missen wollen und doch nicht immer ein gutes Gefühl dabei haben.“

[das berichtet uns die Vorsatzseite in diesem Buch]

Joseph Weizenbaum, 1923 in Berlin geboren, emigrierte zusammen mit seiner jüdischen Familie 1936 in die USA. Er studierte Mathematik und arbeitete zuerst als Systemingenieur bei General Electric und seit 1963 am Massachusetts Institure of Technology, zuerst als Associate Professor und ab 1970 als Professor für Computer Science. 1966 veröffentlichte Weizenbaum das Computerprogramm „ELIZA“, mit dem er die Verarbeitung natürlicher Sprache durch einen Computer demonstrieren wollte. Eliza wurde als Meilenstein der künstlichen Intelligenz gefeiert, seine Variante Doctor“ simulierte das Gespräch mit einem Psychologen. das erstaunliche Ergebnisse zeitigte, da viele Benutzer nicht merkten, dass sie mit einer Maschine kommunizierten. Weizenbaum war entsetzt, wie ernst viele Menschen dieses relativ einfache Programm nahmen, indem sie im Dialog intimste Details von sich preisgaben.  Durch dieses Schlüsselerlebnis wurde Weizenbaum zum Kritiker der gedankenlosen Computergläubigkeit und bezeichnete sich selbst als Dissidenten und Ketzer der Informatik. Ab 1996 lebte Weizenbaum wieder in Berlin und starb 2008 in Gröben (Brandenburg).¹

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Signatur

Autor: Weizenbaum, Joseph
Herausgeber: Wendt, Gunna
Erscheinungsort: Freiburg im Breisgau
Verlag: Herder
Erscheinungsjahr: 1993
ISBN: 3451041928
Reihe: Herder Spektrum 4192
Sprache: Deutsch
Seiten: 153
Gewicht in gramm: 142
Größe in cm: 19,2 x 12,1
Ausstattung: Taschenbuch
Bewertung: Geringe Gebrauchsspuren/guter Zustand; Papier etwas nachgedunkelt