Das Foucaultsche Pendel

Eco, Umberto

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Im März 1851 befestigte der französische Physiker Léon Foucault an der Decke des Pantheon in Paris ein 67 m langes Stahlseil und hängte daran eine 28 kg schwere Messingkugel. Ist dieses Pendel erst einmal in Nord-Süd-Richtung in Schwingung versetzt, dauert es nur wenige Stunden bis sich seine Richtung  in Ost-West verändert hat. Damit ist auf einfache und eindrückliche Weise bewiesen, dass sich die Erde um ihre eigene Achse dreht. Das Foucaultsche Pendel ist namensgebend für den gleichnamigen Roman des Autors. Der einleitende Text auf der Vorsatzseite des Buches skizziert den roten Faden und lässt uns Folgendes wissen: „Drei Mailänder Verlagslektoren, die beruflich ständig über okkulte Wissenschaften, Geheimbünde und kosmische Komplotte lesen müssen, stoßen auf ein äußerst rätselhaftes Dokument aus dem 14. Jahrhundert. Darin ist von alle 120 Jahre wiederkehrenden Zusammenkünften der ’36 Unbekannten‘, der Nachfahren der mysteriösen Tempelritter, die Rede. Die drei Spötter stürzen sich in das Labyrinth der Geheimlehren. Spielerisch erdenken sie eine gigantische Verschwörung. Aber dann merken sie, daß jemand ihre Phantasien ernst nimmt. Und der schreckt offenbar auch vor Mord nicht zurück…..“

Umberto Eco schrieb schon 1980 mit „Der Name der Rose“ einen Weltbestseller. Eigentlich sollte der Sohn eines Buchhalters aus der südpiemontesischen Stadt Alessandria Rechtsanwalt werden, der 1932 geborene Eco zog es allerdings vor, ab 1948 Philosophie und Literaturgeschichte in Turin zu studieren. Nach erfolgreicher Absolvierung des Studiums begann Eco seine berufliche Laufbahn beim damals noch jungen italienischen Fernsehen ehe er als Sachbuchlektor in den Mailänder Verlag Bompiani eintrat, wo er bis 1975 tätig war und in dem auch fast alle seiner späteren Werke erschienen sind. 1962 schrieb Eco „Das offene Kunstwerk“ (deutsch 1973), das ihn schlagartig als Kulturtheoretiker bekannt machte. Ihm folgte 1968 die „Einführung in die Semiotik“ (deutsch ebenfalls 1973), das zu einem Standardwerk der Semiotik, auch international, wurde.

Einem Millionenpublikum bekannt wurde Umberto Eco aber durch seine schriftstellerische Tätigkeit, die 1980 mit „Der Name der Rose“ begann. Auch „Das Foucaultsche Pendel“ (1988), „Die Insel des vorigen Tages“ (1994), „Baudolino“ (2000), „Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana“ (2004) oder „Der Friedhof in Prag“ (2010) wurden allesamt Bestseller. Bekannt war auch Ecos erklärte Gegnerschaft zu Silvio Berlusconi, der er durch die Gründung der Gruppe „Libertà e Giustizia“ 2002 – in Anlehnung an die Widerstandsbewegung „Giustizia e Libertà“ gegen den Faschismus mussolinischer Prägung – Ausdruck verlieh und die sich als intellektuelle Opposition zur Politik Berlusconis verstand.

Umberto Eco starb 2016, 84-jährig, in Mailand an den Folgen einer Krebserkrankung.

Signatur

Autor: Eco, Umberto
Erscheinungsort: München
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Erscheinungsjahr: 2000
Auflage: 12. Auflage
ISBN: 3423115815
Reihe: dtv 11581
Sprache: Deutsch
Seiten: 841
Gewicht in gramm: 608
Größe in cm: 19,0 x 12,1
Ausstattung: Taschenbuch; mit einem Verzeichnis der "Passworte fürs Foucaultsche Pendel" und einer Übersetzung der fremdsprachigen Zitate
Bewertung: Kaum Gebrauchsspuren/fast neu