Arminius vs. Varus. Die Schicksalsschlacht im Teutoburger Wald

Otto, Hans-Dieter

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Wer kennt sie nicht, die meist rothaarigen, muskelbepackten und kampferprobten germanischen Hünen, die auf ihren Wanderungen selbst den Römern das Fürchten lehrten? So oder ähnlich klingen jedenfalls die Vorstellungen, wenn von den germanischen Stämmen der Frühzeit die Rede ist. Und tatsächlich gab es diese kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen germanischen Stämmen und römischen Legionen. Schon Ende des zweiten vorchristlichen Jahrhunderts fügten die Kimbern und Teutonen den römischen Truppen empfindliche Niederlagen zu, bevor sie selber bei Aquae Sextiae, dem heutigen Aix-en-Provence, und Vercellae (Vercelli in Piemont) vernichtend geschlagen wurden.

Nach der Eroberung Galliens durch Cäsar (58 v.Chr.-51 v.Chr.) begannen unter Kaiser Augustus die Feldzüge der Römer in das Gebiet rechts des Rheins mit dem Ziel, die Gebiete zwischen Rhein und Elbe zu unterwerfen und sie als Provinz dem römischen Reich einzugliedern. Die Varusschlacht (auch Schlacht im Teutoburger Wald oder Hermannsschlacht genannt) 9 n.Chr. stoppte diese Bemühungen, der römische Limes entlang von Rhein und Donau ist sichtbarer Ausdruck dieser Entwicklung.

Die Schlacht im Teutoburger Wald ist auch zentraler Inhalt des Werkes „Arminius vs. Varus“ des 1937 in Berlin geborenen Juristen und Sachbuchautors Hans-Dieter Otto, der mit seinem „Lexikon der Justizirrtümer“ bereits 2003 einen Bestseller landete. In sehr lebhafter und einprägsamer Erzählweise lässt er den Leser daran teilhaben wie es zur entscheidenden Niederlage der Römer unter ihrem Befehlshaber Publius Quinctilius Varus gegen die germanischen Stämme, angeführt von Arminius oder Hermann, einem Fürsten der Cherusker, kam. Drei römische Legionen, insgesamt ca. 15.500 Mann, samt germanischer Auxiliartruppen (Hilfskräfte) und 400 Reiter gingen unter, immerhin ein Achtel der gesamten römischen Armee. Immer wieder streut der Autor Schilderungen einzelner Charaktere ein, spricht den Leser direkt an und vermittelt so den Eindruck, hautnah am Geschehen dran zu sein. Auch die Liebesgeschichte von Thusnelda und Arminius, die einander nicht bekommen konnten, fehlt nicht, ein antiker Vorläufer der späteren Romeo und Julia Geschichte sozusagen. Insgesamt ist es ein spannend geschriebener, sehr lesenswerter Band.

Signatur

Autor: Otto, Hans-Dieter
Erscheinungsort: Ostfildern
Verlag: Jan Thorbecke
Erscheinungsjahr: 2009
Auflage: Erste Auflage
ISBN: 9783799508186
Sprache: Deutsch
Seiten: 144
Gewicht in gramm: 291
Größe in cm: 21,8 x 13,3
Ausstattung: Gebunden, mit einigen s/w Fotos und Kartenskizzen; Zeittafel; Register römischer Ortsnamen in Germanien; Quellen- und Literaturverzeichnis; Personen- und Ortsnamenregister
Bewertung: Geringe Gebrauchsspuren/guter Zustand; Büchereistempel auf der Titelseite; mit Schutzumschlag der Bücherei; leicht gebogener Buchrücken